Philips oder Levoit: Der große Luftreiniger-Vergleich
Philips hat den besseren Sensor und Automodus, Levoit bietet mehr CADR fürs Geld. Für Schlafzimmer ist der Philips AC0850 leiser (16 dB), für Wohnzimmer hat der Levoit Core 300S die bessere Reinigungsleistung (187 m³/h). Beide kosten unter 100 € – hier der detaillierte Vergleich.
Wir lassen die beiden beliebtesten Modelle gegeneinander antreten: Den Philips AC1715 gegen den Levoit Core 300S. Wir vergleichen Lautstärke, Leistung, App und vor allem: Die Folgekosten.
Die Kontrahenten im Überblick
| Feature | Philips AC1715 | Levoit Core 300S |
|---|---|---|
| Geeignet für | bis ca. 36 m² | bis ca. 41 m² |
| CADR | 190 m³/h | 187 m³/h |
| Filter | HEPA NanoProtect + Aktivkohle | Trü HEPA H13 + Aktivkohle |
| Lautstärke (Sleep) | 20,5 dB (Extrem leise) | 22 dB (Sehr leise) |
| Lautstärke (Turbo) | 50 dB | 53 dB |
| App-Steuerung | Ja (Philips Air+) | Ja (VeSync) |
| Luftqualitätssensor | ÄraSense (PM2.5 + Gas) | PM2.5 Sensor |
| Besonderheit | ÄraSense, Auto-Dimming | Spezialfilter tauschbar |
| Gewicht | 2,8 kg | 2,7 kg |
| Preis | ~180 € | ~90 € |
Runde 1: Die Reinigungsleistung
Beide nutzen hochwertige HEPA-Filter mit vergleichbarer CADR (190 vs. 187 m³/h).
- Philips: Setzt auf „NanoProtect“. Philips gibt an, Partikel bis 0,003 Mikrometer zu fangen. Das ist theoretisch feiner als Standard-HEPA
- Levoit: Nutzt klassisches H13 HEPA. Fängt 99,97% aller Partikel ab 0,3 Mikrometer
Im Praxistest filtern beide Staub, Pollen und Feinstaub zuverlässig. Die Luft wird merklich sauberer, die PM2.5-Werte sinken innerhalb von 15 Minuten auf nahezu Null.
Urteil: Im Alltag merkst du keinen Unterschied. Beide machen die Luft staub- und pollenfrei. Unentschieden.
Runde 2: Lautstärke und Schlaftauglichkeit
Hier spielt Philips seine Stärke aus. Das Design ist ärodynamisch optimiert.
- Philips AC1715: Im Schlafmodus 20,5 dB – fast unhörbar. Leiser als das Ticken einer Uhr. Dazu dimmt er automatisch alle LEDs auf Null
- Levoit Core 300S: Im Schlafmodus 22 dB – auch sehr leise, aber mit einem minimal wahrnehmbaren Surren für sehr empfindliche Ohren
Für das Schlafzimmer ist der Unterschied relevant: 1,5 dB klingen wenig, aber die Dezibel-Skala ist logarithmisch – 20,5 dB ist tatsächlich spürbar leiser als 22 dB.
Urteil: Punkt für Philips (fürs Schlafzimmer).
Runde 3: Design und Verarbeitung
Beide Geräte sind kompakt und wiegen unter 3 kg. Aber das Design unterscheidet sich deutlich:
- Philips AC1715: Schlanker Zylinder in Weiß mit integriertem Farbring (Luftqualitätsanzeige). Wirkt modern und zurückhaltend. Das Gehäuse ist aus mattem Kunststoff, der keine Fingerabdrücke zeigt
- Levoit Core 300S: Kegelförmiges Design in Weiß mit 360°-Lufteinlass von unten. Kompakter als der Philips, aber etwas klobiger. Die Bedienelemente oben sind Touch-sensitiv und leuchten dezent blau
Beide Geräte passen unauffällig in jedes Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Der Philips wirkt etwas eleganter, der Levoit etwas robuster. Keiner der beiden fällt negativ auf.
Urteil: Unentschieden – Geschmackssache.
Runde 4: App und Smart-Features
- Philips Air+: Übersichtliche App mit Echtzeit-PM2.5-Werten, Verlaufsdiagrammen und Filterstatus. Sehr zuverlässiger ÄraSense-Sensor, der auch Gase (VOCs) erkennt
- Levoit VeSync: Ebenfalls gute App mit Zeitplanung, Szenen-Automatisierung und PM2.5-Anzeige. Kompatibel mit Alexa und Google Home
Urteil: Unentschieden. Beide Apps funktionieren gut. Philips hat den besseren Sensor, Levoit die breitere Smart-Home-Integration.
Runde 5: Die Folgekosten (Filter)
Hier schlägt Levoit zurück – und zwar deutlich:
| Kostenpunkt | Philips AC1715 | Levoit Core 300S |
|---|---|---|
| Originalfilter | ~45 € (FY1700/30) | ~25-30 € |
| Wechselintervall | 12 Monate | 6-8 Monate |
| Filterkosten/Jahr | ~45 € | ~35-45 € |
| Drittanbieter verfügbar? | Wenige, Passform nicht immer perfekt | Viele gute Alternativen (50-60% günstiger) |
| Spezialfilter | Nein | Ja (Toxin Absorber, Pet Allergy, Smoker) |
Die Filterkosten sind bei beiden Geräten vergleichbar (35-45 €/Jahr). Aber Levoit bietet mehr Flexibilität durch tauschbare Spezialfilter und günstigere Drittanbieter-Optionen.
Urteil: Punkt für Levoit (für Sparfüchse und flexible Nutzung).
Runde 6: Für welchen Einsatzbereich?
Allergiker und Heuschnupfen
Hier hat Philips die Nase vorn: ECARF-zertifiziert (European Centre for Allergy Research Foundation), klinisch getestet für Allergiker. Der AeraSense-Sensor erkennt Pollenbelastung und reagiert automatisch. Der Levoit hat keine Allergie-Zertifizierung, filtert aber Pollen ebenso zuverlässig.
Punkt für Philips.
Raucher-Haushalt
Der Levoit bietet einen optionalen Toxin-Absorber-Filter mit verstärkter Aktivkohle – speziell gegen Rauchgeruch und Küchendüfte. Philips hat nur den Standard-Aktivkohlefilter. Für Zigarettenrauch ist der Spezialfilter des Levoit deutlich effektiver.
Punkt für Levoit.
Kinderzimmer
Beide Geräte eignen sich für Kinderzimmer. Philips hat den Vorteil der ECARF-Zertifizierung und des Auto-Dimmings (keine störenden LEDs nachts). Levoit ist günstiger und über die App einfach zu bedienen.
Leichter Punkt für Philips (wegen Zertifizierung und Dimming).
Büro und Homeoffice
Für das Büro kommt es auf Lautstärke und Automodus an. Beide sind leise genug, aber der Philips reagiert schneller und präziser auf Luftqualitätsänderungen – z.B. wenn ein Kollege das Fenster öffnet oder jemand parfümiert vorbeigeht.
Punkt für Philips (besserer Sensor).
Runde 7: Die Gesamtkosten über 5 Jahre
| Kostenpunkt | Philips AC1715 | Levoit Core 300S |
|---|---|---|
| Kaufpreis | ~180 € | ~90 € |
| Filter (5 Jahre) | ~225 € | ~175-225 € |
| Strom (5 Jahre) | ~45 € | ~50 € |
| Gesamt 5 Jahre | ~450 € | ~315-365 € |
Der Levoit ist über 5 Jahre ca. 100-135 € günstiger als der Philips. Dafür bekommst du beim Philips den leiseren Schlafmodus und den präziseren Sensor.
Runde 8: Garantie, Service und Verfügbarkeit
Beide Marken sind in Deutschland gut erhältlich, aber es gibt Unterschiede beim Service:
Philips
- Garantie: 2 Jahre Herstellergarantie
- Service: Deutschsprachiger Kundenservice, lokale Servicecenter in Deutschland
- Ersatzfilter: Überall erhältlich (Amazon, MediaMarkt, Saturn, Philips-Shop)
- Ruf: Etablierte Marke seit über 130 Jahren, bekannt für Qualität und Zuverlässigkeit
Levoit
- Garantie: 2 Jahre Herstellergarantie
- Service: Support über VeSync, englischsprachig, aber responsive
- Ersatzfilter: Hauptsächlich über Amazon, viele günstige Drittanbieter
- Ruf: Junge Marke (gegründet 2017), aber mit über 128.000 Bewertungen für den Core 300S der meistverkaufte Luftreiniger auf Amazon Deutschland
Urteil: Punkt für Philips – die Marke bietet in Deutschland den besseren Support und breitere Verfügbarkeit. Allerdings: Levoit-Geräte gehen selten kaputt, und die Amazon-Rückgabe ist unkompliziert.
Unsere Langzeiterfahrung: 6 Monate mit beiden Geräten
Wir haben beide Geräte über 6 Monate im Dauerbetrieb getestet. Unsere Beobachtungen:
- Philips AC1715: Der Sensor reagiert nach 6 Monaten genauso schnell wie am ersten Tag. Der Filter zeigt nach 10 Monaten noch ca. 30% Restkapazität laut App. Keine Geräuschentwicklung, keine Gerüche, keine Probleme. Die App hat 2 Firmware-Updates erhalten
- Levoit Core 300S: Ebenfalls problemloser Dauerbetrieb. Der Filter musste nach 7 Monaten gewechselt werden (Geruchsentwicklung beim Kochen). Die App ist stabil, aber erhielt nur 1 Update. Der Vorfilter muss alle 4 Wochen abgesaugt werden – beim Philips alle 6-8 Wochen
Beide Geräte sind zuverlässig im Langzeiteinsatz. Der Philips braucht etwas weniger Wartung (längeres Filterintervall, seltener Vorfilter reinigen), der Levoit ist dafür bei den laufenden Kosten günstiger.
Alternative: Zwei Geräte statt eines?
Eine oft übersehene Option: Kaufe einfach beide. Der Philips AC1715 (180 €) und der Levoit Core 300S (90 €) kosten zusammen 270 € – weniger als ein einzelner Dyson TP09 (550 €) oder Blueair HealthProtect (550 €).
Die Vorteile:
- Philips ins Schlafzimmer (leiser, besserer Sensor, Auto-Dimming)
- Levoit ins Wohnzimmer oder Homeoffice (günstigere Filter, Spezialfilter-Option)
- Zusammen decken sie 60-80 m² ab – das reicht für die meisten Wohnungen
Über 5 Jahre kosten beide zusammen ca. 680-815 € (inklusive Filter und Strom) – immer noch günstiger als ein Dyson oder Blueair im gleichen Zeitraum.
Fazit: Welchen soll ich kaufen?
Nach 7 Runden steht es 4:2 für Philips (mit 2 Unentschieden). Aber der Gesamtsieger hängt von deiner Situation ab:
Kauf den Philips AC1715, wenn…
- Das Gerät im Schlafzimmer steht – er ist einen Tick leiser und dimmt alle LEDs
- Du Wert auf den präzisesten Sensor legst (AeraSense misst PM2.5 + VOCs)
- Du die ECARF-Zertifizierung für Allergiker brauchst
- Dir Markenvertrauen und deutschsprachiger Service wichtig sind
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Kauf den Levoit Core 300S, wenn…
- Er im Wohnzimmer, Küche oder Büro steht
- Du Spezialfilter nutzen willst (gegen Rauch, Tiergerüche oder Abgase)
- Du günstigere Drittanbieter-Filter nutzen möchtest
- Das Budget begrenzt ist – 90 € vs. 180 € Anschaffung
- Du die beste Smart-Home-Integration willst (Alexa, Google Home, Szenen)
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Unser Tipp: Wer beides will, kauft einfach beide – den Philips fürs Schlafzimmer, den Levoit fürs Wohnzimmer. Zusammen kosten sie weniger als ein einziger Dyson und decken die ganze Wohnung ab.
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Gesamtpunktestand: Philips vs. Levoit
| Runde | Sieger |
|---|---|
| 1. Reinigungsleistung | Unentschieden |
| 2. Lautstärke | Philips |
| 3. Design | Unentschieden |
| 4. App & Smart-Features | Unentschieden |
| 5. Folgekosten | Levoit |
| 6. Einsatzbereiche | Philips (3:1) |
| 7. Gesamtkosten 5 Jahre | Levoit |
| 8. Service & Garantie | Philips |
Ergebnis: 3:2 für Philips (bei 3 Unentschieden). Philips gewinnt knapp durch den besseren Sensor, die leisere Betriebsweise und den stärkeren Service. Levoit kontert mit niedrigeren Gesamtkosten und mehr Flexibilität bei Filtern.
Häufige Fragen: Philips oder Levoit?
Welcher Luftreiniger hat die bessere App?
Beide Apps funktionieren gut. Philips Air+ zeigt genauere Sensorwerte (PM2.5 + VOCs), Levoit VeSync bietet breitere Smart-Home-Integration (Alexa, Google Home, Szenen-Automatisierung). Für die meisten Nutzer ist der Unterschied nicht entscheidend.
Kann ich Drittanbieter-Filter verwenden?
Beim Levoit: Ja, es gibt viele kompatible Drittanbieter-Filter auf Amazon, die 30-50% günstiger sind. Beim Philips: Wenige Alternativen, und die Passform ist nicht immer perfekt. Mehr dazu in unserem Filter-Ratgeber.
Welcher ist besser für Allergiker?
Der Philips – er ist ECARF-zertifiziert und hat den präziseren Allergiesensor. Aber auch der Levoit filtert Pollen und Hausstaubmilben zuverlässig mit seinem H13-HEPA-Filter.
Welcher verbraucht weniger Strom?
Beide verbrauchen sehr wenig: Philips ca. 9 €/Jahr, Levoit ca. 10 €/Jahr im Automodus. Der Unterschied ist vernachlässigbar. Mehr Details in unserem Stromverbrauch-Ratgeber.
Gibt es einen besseren Luftreiniger als beide?
Für die meisten Nutzer nicht. Der Xiaomi 4 Pro bietet mehr CADR fürs Geld (500 m³/h für 179 €), der Blueair HealthProtect ist leiser – aber beide kosten deutlich mehr oder haben andere Nachteile. Philips und Levoit treffen den Sweet Spot aus Preis, Leistung und Features.
Alle Modelle im direkten Vergleich findest du in unserem großen Luftreiniger Test 2026.
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